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Rechtliche Rahmenbedingungen

Umwelt & Sicherheit

Um einen hohen Umwelt- und Sicherheitsstandard auf dem Betriebsplatz zu gewährleisten und um sicherzustellen, dass alle Anforderungen gemäß den gesetzlichen Vorschriften auf dem Betriebsplatz Bötersen Z11 umgesetzt sind, werden in regelmäßigen Abständen Überprüfungen durchgeführt. Diese beinhalten unter anderem:

  • Sicherheitsbegehungen
  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Überprüfungen der Konformität mit Umwelt- und Sicherheitsanforderungen

Die aus diesen Überprüfungen gewonnenen Erkenntnisse werden mit der entsprechenden verantwortlichen Person und der Betriebsleitung analysiert, um daraus entsprechende Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten, die dann von den zuständigen Fachabteilungen umgesetzt werden. Die Lokation Bötersen Z11 liegt im Bundesland Niedersachsen, im Landkreis Rotenburg (Wümme), ca. 2,5 km westlich von Sottrum und ca. 700 m nördlich von Waffensen (Stadt Rotenburg (Wümme)). Verwaltungsrechtlich gehört der Betriebsplatz zur Gemeinde Stadt Rotenburg (Wümme), Gemarkung Waffensen. In unmittelbarer Umgebung südlich des Betriebsplatzes verläuft die Straße B75 in West-Ost-Richtung. Im Westen begrenzen Gehölzreihen entlang des „Jeerhofer Wegs“ den Betriebsplatz. In nördlicher Richtung befindet sich eine Waldfläche und landwirtschaftliche Nutzflächen schließen sich in östlicher Richtung an den Standort an. Die nächste Einzelbebauung (Jeerhof) befindet sich ca. 480 m nordwestlich des Betriebsplatzes. Der Betriebsplatz ist für Unbefugte unzugänglich. Geologisch betrachtet befindet sich das zu erschließende Süßgas-Reservoir im Wustrow-Sandstein des Rotliegenden.

Die Bruttomächtigkeit des Reservoirs beträgt ca. 36 m bei einer Porosität von ca. 12 %. Der Wustrow-Sandstein ist von einem ca. 4.800 m mächtigen Deckgebirge überlagert. Im unteren Bereich des Deckgebirges befindet sich in einer Tiefe von ca. 4.600 - 4.700 m das Zechsteinsalinar. Diese geologische Formation kann als absolute Frac-Barriere angesehen werden, welche auch durch ungeplante Rissbildung nicht durchbrochen werden kann. Kluft-Systeme im Zielhorizont und im überlagernden Deckgebirge konnten im Umfeld der Bötersen Z11 durch geologische Untersuchungen nicht nachgewiesen werden.

Raumbedeutsamkeit

Naturräumlich gesehen liegt der Betriebsplatz im südlichen Bereich der „Tarmstedter Geest“, die Teil der Grundmoränenlandschaft in dieser Region bildet. Kleinere Kuppen und Niederungen formen das Landschaftsbild. Insgesamt ist die Landschaft geprägt durch Grünland, Ackerland und Siedlungsstrukturen. Die Böden im Umfeld des Betriebsbereichs sind vorwiegend als Braunerden ausgeprägt. In der näheren Umgebung zur Bohrlokation befinden sich keine Oberflächengewässer. Der Hauptvorfluter des Betrachtungsgebiets ist die Wümme. Sie durchfließt die Stadt Rotenburg (Wümme) von Nordosten kommend und fließt südlich des Betriebsplatzes in Richtung Westen bis sie bei Bremen in die Weser mündet. Westlich von Sottrum fließt der Bach Wieste, welcher bei Anlieferungen von der Autobahn A1 zur Bohrlokation zu überqueren ist. Die Wieste fließt in südliche Richtung und mündet dann in die Wümme. Im direkten Umfeld des Betriebsplatzes befinden sich zahlreiche Abzugsgräben zur Entwässerung der angrenzenden Geest- und Moorflächen. Der nächste Entwässerungsgraben ist der Jeerhofgraben, welcher sich in ca. 670 m Entfernung zum Betriebsplatz befindet. Die Abzugsgräben entwässern teilweise in die Wieste, teilweise in die Wümme.

Im Sinne der Raumordnung ist das Gebiet der Bötersen Z11 im regionalen Raumordnungsprogramm 2005 des Landkreises Rotenburg (Wümme) als Vorsorgegebiet für Landwirtschaft ausgewiesen. Der Flächennutzungsplan der Stadt Rotenburg (Wümme) weist für diesen Bereich eine landwirtschaftliche Nutzung aus. Geschützte Teile von Natur und Landschaft sowie Natura 2000-Gebiete nach Bundesnaturschutzgesetz (BNAtSchG) sind vom Vorhaben Bötersen Z11 nicht betroffen. Im weiteren Umfeld der Bötersen Z11 befinden sich die folgenden naturschutzrechtlich geschützten Gebiete:

  • FFH-Gebiet „Wiesetal, Gindbusch, Borchelsmoor“, Nr. 39, EU-Kennzeichen 2820-301 (4,4 km nordwestlich)
  • FFH-Gebiet „Wümmeniederung“, Nr. 38, EU-Kennzeichen 2723-331 (3,4 km südlich)
  • Landschaftsschutzgebiet „Wümmeniederung unterhalb Rotenburg“, Nr. LSG ROW 001 (3,4 km südlich)
  • Diverse Wallhecken als geschützte Landschaftsbestandteile im Umkreis von 1.000 m
  • Diverse Biotope im Umkreis von 1.000 m

 

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