Erdgasbohrung Visbek Z16a: Miniaturtechnik erbohrt erdgasführendes Gestein

ExxonMobil beginnt in diesen Tagen an der Ende 2018 errichteten Ablenkungsbohrung Visbek Z16a, nördlich der Ortschaft Drantum, Gemeinde Emstek, mit vorbereitenden Arbeiten um den Zugang zur erdgasführenden Lagerstätte in rund 3,8 Kilometern Tiefe herzustellen.

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Erdgasbohrung Visbek Z16a: Miniaturtechnik erbohrt erdgasführendes Gestein

„Unsere Fachleute aus der Bohrabteilung führen dazu ein Stahlrohr, das auf einer Trommel aufgewickelt ist, mit Hilfe speziellen Equipments in das existierende Bohrloch ein", erläutert Projektleiter Rainer Fahlbusch. „Wir bohren dann mit einem steuerbaren Miniaturmeißel – im Durchmesser kaum größer als ein Tennisball – rund 60 Meter in die Lagerstätte, damit Erdgas fließen kann."

Aus technischen Gründen ist es währenddessen notwendig, anfallendes Gas über eine Fackel zu leiten und zu verbrennen. Bei Dunkelheit kann es zu hellem und weit sichtbarem Feuerschein kommen. Es ist möglich, dass es dabei im näheren Umfeld des Erdgasförderplatzes zu einem erhöhten Geräuschpegel kommt.

Nach Abschluss der Bohrarbeiten wird die Erdgasproduktion voraussichtlich Ende Februar beginnen.

"Wir erwarten eine anfängliche Förderrate von circa 5.000 Kubikmeter pro Stunde und eine Gesamtfördermenge von circa 200 Millionen Kubikmeter Erdgas. Mit dieser Menge könnten alle Haushalte im Landkreis Cloppenburg für mehr als zwei Jahre mit Erdgas versorgt werden", so Fahlbusch.

„Wir bitten alle Anlieger um Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten“, heißt es von dem Energie-Unternehmen. Für Fragen steht die Pressestelle unter +49 0511 641 6000 oder per E-Mail (pressestelle.hannover@exxonmobil.com) zur Verfügung.

Hintergrund: ExxonMobil hatte Ende letzten Jahres mit einer Ablenkung aus der bestehenden Erdgasbohrung Visbek Z16 die erdgasführende Lagerstätte in rund 3.800 Meter Tiefe erreicht. Dabei wurde die neue Bohrung Visbek Z16a bei circa 2.800 Meter Tiefe seitlich in östliche Richtung für circa 500 Meter abgelenkt. ExxonMobil fördert im Produktionsbereich West seit über 50 Jahren aus derzeit ca. 90 Erdgas- sowie ca. 40 Erdölbohrungen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung. In der Erdgasaufbereitungsanlage Großenkneten wurden seit der Inbetriebnahme in 1972 mehr als 200 Milliarden Kubikmeter Rohgas gereinigt. Mit dem aufbereiteten Erdgas könnten alle rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland für mehr als 3 Jahre mit Energie versorgt werden. Insgesamt sind in Südoldenburg rund 250 Mitarbeiter für ExxonMobil tätig.