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Donnerstag, 24. März 2016  

ExxonMobil Mitarbeiter: „Die Vorwürfe machen uns betroffen“

Immer wieder ergreifen Bürgerinitiativen gegen die Erdgasförderung in den Medien das Wort und stellen einen Zusammenhang zwischen der Energiegewinnung und einer erhöhten Krebsrate in der Samtgemeinde Bothel und im Stadtgebiet Rotenburgs her. „Wir sind die ersten, die an einer Aufklärung interessiert sind“, nimmt Jochen Kaliner, Betriebsleiter von ExxonMobil in Bellen, dazu Stellung. 

„Wie alle anderen auch, brauchen wir schnellstmöglich Fakten. Mit Vorverurteilungen, wie wir sie teilweise erleben müssen, ist niemandem geholfen“, so Kaliner. Er moniert, dass die Behauptungen der Bürgerinitiativen den Eindruck hinterlassen, es gebe erhärtende Verdachtsmomente gegen die Erdgasförderung. „Das ist aber nicht der Fall“, stellt Kaliner klar.

Die bisher vorliegenden Untersuchungen des Epidemiologischen Krebsregisters (EKN) weisen für bestimmte Krebsarten eine statistische Auffälligkeit in der Samtgemeinde Bothel sowie in der Stadt Rotenburg auf. Aussagen über die Ursachen dafür wurden vom EKN allerdings ausdrücklich nicht getroffen. Diese können vielfältig sein und werden derzeit im Rahmen einer umfassender behördlichen Fragebogenaktion analysiert. Hinweise, dass die Erdgasförderung ursächlich ist, gibt es bisher nicht.

„Ich habe großes Verständnis dafür, dass die Betroffenen Antworten auf ihre Fragen haben möchten und dass alle erdenklichen Ursachen genauestens untersucht werden“, bestätigt Sabine Lau, ExxonMobil-Betriebsrätin in Bellen, und ergänzt: „Aber was hier stattfindet, ist für die Kollegen kaum noch auszuhalten. Manche fragen sich schon, ob als nächstes Steine fliegen. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit unseren Tätigkeiten niemanden gefährden, das wollen wir auch nicht, das wäre nicht zu verantworten. Wir selbst wohnen hier mit unseren Familien.“

Zum Vorwurf von Jochen Richert und Andreas Rathjens, ExxonMobil wäre nicht dialogbereit, äußert sich Kaliner: „Das kann ich so nicht stehen lassen. Wir bieten jedem das Gespräch an, jeder kann sich für eine Besichtigung anmelden, wir veranstalten unseren Regionaldialog und sind für jede Kritik offen. Der Vorwurf, wir stünden nicht zum Dialog bereit, ist schnell gemacht, aber er stimmt nicht. Herr Rathjens selbst nimmt regelmäßig an unseren Dialogangeboten teil, daher verwundert der Vorwurf umso mehr. Wir haben nichts zu verstecken und tun das auch nicht. Wir arbeiten und leben alle hier vor Ort. Lassen Sie uns das gemeinsam tun, nicht gegeneinander.“

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