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Sprachausgabe

29. Okt. 2012

Eine unterschätzte Größe: Der Energiebedarf

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Als wir neulich mit dem Info-Mobil in Niedersachsen unterwegs waren, fragte mich ein Besucher, ob ich denn nicht auch lieber ein Windrad in der Nähe meines Zuhauses hätte statt einer Erdgasbohrung. Nun mag man sich streiten, was schöner aussieht und es mag niemandem damit geholfen sein, dass ich sowohl mit Bohranlagen als auch mit Fördereinrichtungen eine gewisse Industrieromantik verbinde. Wichtiger ist mir ein anderer Aspekt: In der Debatte wird häufig unterschätzt, wieviel Energie tatsächlich benötigt wird und wieviel Energie Erdgas dabei von vergleichsweise wenig Fläche liefert. Ein geringer Flächenbedarf ist dabei gerade in dichter besiedelten Regionen wichtig, zumal der tatsächliche Bedarf an Energie immens ist.

Würde man den täglichen Energiebedarf Deutschlands in Mineralöl umrechnen, ergäbe dies einen Kesselwagenzug von rund 190 km Länge, das entspricht Luftlinie der Entfernung zwischen Hannover und Dortmund. Weltweit sind dies täglich rund 7.000 km – jeden Tag. Und der Energiebedarf steigt, jeden Tag wird der globale Zug 200 m länger.

Diese Energiemenge muss tagtäglich produziert werden, mit einer Vielzahl von Energieträgern. Erdgas ist dabei ein ganz wesentlicher Baustein.

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