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Sprachausgabe

29. Juli 2015

In Worten: Drei Prozent

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Ich habe eine Umfrage gemacht. Nicht ganz repräsentativ, nur so unter Freundinnen beim abendlichen Plausch. Frage: „Wieviel Prozent des deutschen Energiebedarfs haben Wind- und Sonnenenergie im letzten Jahr abgedeckt?“ Erwartungsgemäß war die Streuung groß und ich vermute mal, so ganz weit weg waren die Ergebnisse von dem, was „richtige“ Umfragen hergeben würden, nicht. Kurzum: Die Antworten rangierten zwischen 15 und knapp 80 Prozent. Knapp 80 Prozent? Halleluja, dachte ich. Wenn das landläufige Vorstellung ist, wundert mich nicht, dass es immer wieder Stimmen gibt, die mit Inbrunst behaupten, wir könnten innerhalb weniger Jahre auf Erdgas oder am besten gleich auf alle fossilen Energieträger verzichten.

Die Wahrheit ist: Es sind nicht einmal 3%. In Worten: drei Prozent. Zählt man alle Erneuerbaren Energien zusammen, kommt man auf gute 11 Prozent. Heißt: Rund 89 Prozent müssen aus anderen Energiequellen gedeckt werden. Rechnet man dann noch die Kernenergie raus, dann wird deutlich: ein ordentlicher Batzen Energie muss von den so gern verteufelten fossilen Energieträgern bereitgestellt werden.

Anders herum: Heimisches Erdgas spielt keine Rolle? Nun ja, zumindest liegt es ziemlich gleichauf mit Wind und Sonne. Und Fracking? Entspricht schon heute der Energie aus Fotovoltaik. Uups.

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