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Sprachausgabe

29. Mai 2013

“Hilfe, wir haben eigene Rohstoffe”

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Quellen
„Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich neidisch auf Ihren Fracking-Erfolg hier in den USA“. Wer so etwas sagt? Nein, kein deutscher Politiker. Die Aussage stammt von David Cameron, Premierminister von Großbritannien. Großbritannien? Hatten die nicht ein Moratorium? Richtig, hatten sie, bis den offenen Fragen wissenschaftlich nachgegangen worden ist. Nun arbeitet Großbritannien daran, den Rechtsrahmen zu vereinfachen und zu verbessern – nicht damit die Erkundung heimischer Rohstoffe verhindert wird, sondern damit sie möglich gemacht wird.

Auch auf europäischer Ebene werden Stimmen lauter, die davor warnen, eigene Rohstoffe ungenutzt zu lassen. Denn es wird zunehmend erkannt, dass auch in den kommenden Jahrzehnten ohne fossile Rohstoffe die Energieversorgung nicht gesichert werden kann und dass gerade Erdgas unter den Fossilen viele Vorteile hat.

Und Deutschland? Deutschland hat ein enormes Potenzial an eigenen Schiefergasvorkommen. Deutschland hat eine Reihe von aktuellen Studien vorliegen. Deutschland hat zuletzt durch vermehrte Kohleverstromung mehr CO2 emittiert. Deutschland hat im Gegensatz zu vielen anderen Ländern viele Jahrzehnte Erfahrung mit der heimischen Erdgasförderung und dem Fracking Verfahren.

Aber man wird den Eindruck nicht los, dass es einigen hierzulande lieber wäre, man hätte keine heimischen Vorkommen. Da wird immer wieder die Relevanz in Frage gestellt, immer neue Fragen werden formuliert. Die Welt schaut auf Deutschland, will sehen, wie wir die Energiewende meistern. Wer immer noch glaubt, Schiefergas und Energiewende stünden im Widerspruch, verkennt, welche Chancen wir haben, Chancen, die weit über Deutschland hinaus wirken.

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