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Sprachausgabe

27. Dez. 2016

Stromerzeugung: Der Wind hat sich gedreht

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Fragen Sie mal im Bekanntenkreis danach, wieviel des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Nun mag mein Bekanntenkreis repräsentativ sein oder auch nicht, aber ich würde annehmen, es käme ein Großteil der Befragten auf Größenordnungen von weit jenseits 50%. Verfolgt man die Debatte zur Energiewende, könnte man ohnehin gelegentlich den Eindruck haben, Deutschland wäre kurz davor, seinen Energiebedarf zu 100% mit Wind und Sonne zu decken. Dass dabei ebenso häufig wie fälschlicherweise allein auf die Stromerzeugung abgestellt wird, sei einmal dahin gestellt. Und selbst wenn: Auch im Jahr 2016 wurden noch 70% des Stroms aus anderen als erneuerbaren Quellen erzeugt. Kohle, Kernenergie und Erdgas haben die Hauptlast getragen (BDEW Pressegespräch 20.12.2016). Interessant dabei: Während die Windkraftanlagen hierzulande im vergangenen Jahr bei der Stromerzeugung noch vor Erdgas lagen, hat sich im Jahr 2016 im wahrsten Sinne des Wortes der Wind gedreht: Gaskraftwerke lieferten 12% des Bruttostroms, Wind onshore lag mit 10% knapp dahinter. Gegenüber Photovoltaik schnitt Erdgas sogar doppelt so gut ab. Ein guter Trend für den klimaschonensten aller fossilen Energieträger.

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