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Sprachausgabe

25. März 2015

Es geht doch nichts über Image

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Jetzt also auch noch die „Titanic“. Wer sich nicht alles mit unserem Frexxi beschäftigt. PR-Zeitungen, von deren Existenz ich bis dato zugegebenermaßen nicht einmal wusste, befassen sich mal mehr mal weniger eingehend mit unserem neuen Mitarbeiter. Tendenz in der Regel: Fracking naja, aber die Sache mit dem Dino war nicht so schlecht. Bemerkenswert dabei für uns ist nicht die Tatsache, dass man sich mit unseren „Machenschaften“ befasst (das ist ja so neu nicht), bemerkenswert ist, dass immer wieder der Eindruck vermittelt wird, als stünde uns hier eine ganze PR Maschinerie zur Seite. Nicht nur im Zusammenhang mit Frexxi begegnet uns dieses Bild: Wer ExxonMobil heißt, der setzt seine Interessen knallhart durch, beschäftigt die größten Agenturen, die besten externen Strategen und die gewieftesten Lobby-Gangs, die man sich nur denken kann. Eigentlich ein interessantes Image, hat aber mit der Realität nichts zu tun. Dass bei und für ExxonMobil nicht etwa seelen- und gewissensbefreite Roboter, sondern ganz normale Menschen arbeiten könnten, scheint nicht so recht in die Vorstellungswelt zu passen und macht es mit der gelegentlichen Hau-drauf-Kritik ja auch unnötig schwer. Hier arbeiten Menschen, die dieselben Hobbys haben wie andere, die sich genauso in sozialen Bereichen engagieren, Familien haben, in Naturschutzverbänden aktiv sind und sauberes Trinkwasser wollen wie jeder andere auch. Und, pssst, uns zwingt niemand, hier zu arbeiten. Wir tun das, weil wir es für richtig halten.

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