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Sprachausgabe

24. Sept. 2015

Ein Aufschreilein.

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Fracking ist böse. Basta. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Und wer was anderes behauptet, ist wahlweise Fracking-Lobbyist oder hat halt nicht verstanden, wo die energiepolitische Reise hingeht – oder beides. Ganz, ganz schlimm wird es, wenn sich Leute äußern, die tatsächlich etwas davon verstehen, die womöglich Geologie, Geophysik oder Petroleum Engineering studiert haben. Lästig sowas. So wie neulich. Da wagt es der oberste Geologe Deutschlands, der Präsident der dem Bundeswirtschaftsministerium unterstellten Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe so Sätze zu sagen wie „Aus geowissenschaftlicher Sicht spricht eigentlich nichts gegen Fracking.“ Und dann noch der Leiter der jüngsten Studie von acatech – der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften: „Alle Organisationen, die sich in Deutschland, in Europa oder weltweit mit dem Thema Fracking beschäftigen, sind in ihren Stellungnahmen zum Hydraulic Fracturing übereinstimmend zu der Auffassung gekommen, dass die Technologie beherrschbar ist.“ Was braucht es noch, damit Menschen verstehen, dass sie jahrelang mit bewusst geschürten Ängsten verunsichert worden sind? Bisher hört man allenfalls ein Aufschreilein.

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