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Sprachausgabe

23. Mai 2017

„Gas geben“ für mehr Klimaschutz

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Die Logik ist bestechend: Wenn mehr Strom aus Wind und Sonne produziert wird, braucht es weniger fossile Energieträger. Sollte man meinen. Tatsächlich aber titelt die AG Energiebilanzen in ihrer gestern veröffentlichten Quartalsmeldung zum Energieverbrauch: „Erneuerbare Energien legen deutlich zu. Kohle und Erdgas sorgen für sicheren Strom.“ Und weiter heißt es zur Steinkohle: „Hauptursache dieser Zunahme war die Steigerung des Kohleneinsatzes in den Kraftwerken zum Ausgleich fluktuierender Stromerzeugung bei Wind und Sonne...“. Auch der Anteil von Erdgas ist erneut gestiegen, rechnerisch sogar um mehr als sechs Prozent. Heißt unter dem Strich: Erneuerbare und Fossile gehen Hand in Hand und können nur gemeinsam Versorgungssicherheit gewährleisten, gerade dann, wenn die Kernenergie weiter an Bedeutung verliert. Und unter den Fossilen hat Erdgas klar die Nase vorn: flexibel, verfügbar und vor allem: Erdgas emittiert am wenigsten CO2 bei der Verbrennung. Also: „Gas geben“ für mehr Klimaschutz.

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