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Sprachausgabe

22. Aug. 2016

34 Jahre später

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Vor wenigen Tagen hat die EU Kommission ihr „Reference Scenario 2016 – Energy, transport and GHG emissions – Trends to 2050“ veröffentlicht. Das 220 Seiten starke Dokument enthält eine Reihe von Prognosen, die insbesondere auch mit Blick auf den Energieträger Erdgas interessant sind. Unter anderem geht die Kommission davon aus, dass Erdgas in der Stromerzeugung EU-weit im Jahr 2050 auf demselben Niveau liegt wie im Jahr 2010. Gas übernimmt damit auf lange Sicht eine Schlüsselrolle als Stütze der Erneuerbaren und erfüllt zugleich eine zentrale Aufgabe bei der Erreichung der CO2 Ziele. Auch jenseits der Stromerzeugung zeigt Gas noch auf lange Sicht seine Vorzüge: Die EU Kommission geht davon aus, dass Gas seinen Anteil an der Deckung des Primärenergiebedarfs bis zum Jahr 2050 beibehält – dank seiner vergleichsweise geringen Emissionen und seiner Flexibilität. Das bestätigt sich beim Blick auf die Prognosen beispielsweise im Bereich der Heizwärme oder den Energiebedarf der Industrie. Alles in allem zeigen die EU Prognosen: Erdgas ist auch in 34 Jahren noch die eierlegende Wollmilchsau unter den Energieträgern, und geht Hand in Hand mit den Erneuerbaren. Erdgas „nur“ eine Brücke? Meinetwegen, aber es ist eine sehr, sehr lange Brücke – eine stabile, verlässliche und jederzeit ausbaufähige noch dazu.

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