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Sprachausgabe

22. März 2016

Klar wie Kloßbrühe?

Lena Mohrlüder

Lena Mohrlüder Media Analyst

Als ich heute morgen aufstand und wie immer viel zu spät dran war dachte ich noch, dass dies ein Tag wie jeder andere wird. Ich habe noch schnell das Frühstück runtergeschlungen bevor ich mich wie üblich auf den Weg ins Büro machte. Ich wollte gerade los, da hörte ich es im Radio: Es ist Weltwassertag.

Heute, am 22.03.2016 ist also Weltwassertag, der zudem auch noch unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“ steht. Wie passend, zwei Stichworte, die auch die Erdgasindustrie beschäftigen.

Der Trinkwasserschutz hat bei der Erdgasförderung oberste Priorität. Natürlich. Denn wir haben ein eigenes Interesse daran, sauberes Trinkwasser zu haben. Hierfür werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen: Beispielsweise wird der Bohrplatz hermetisch abgedichtet und die Bohrung mehrfach verrohrt und zementiert. Außerdem liegt ein mehrere tausend Meter starkes Deckgebirge zwischen den trinkwasserführenden Schichten und der Erdgaslagerstätte. Trotzdem wird den erdgasfördernden Unternehmen immer wieder vorgeworfen, sie würden durch das Fracking Verfahren das Trinkwasser verseuchen. Diese Diskussion geht mittlerweile so weit, dass tausende Arbeitsplätze ernsthaft bedroht sind. Und das, obwohl unzählige Studien belegen, dass es keine sachliche Begründung gibt, Fracking generell zu verbieten. Selbst die Wasserseite sagt, dass Trinkwasserschutz und Erdgasförderung sich nicht gegenseitig ausschließen. Im Gegenteil: Fracking und Trinkwasserschutz sind vereinbar. Ist doch klar wie Kloßbrühe. Oder in diesem Fall: Klar wie Wasser.

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