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Sprachausgabe

21. Jan. 2013

Eine Frage des Zusammenspiels

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Neulich wurde ich gefragt, ob ExxonMobil angesichts der Energiewende nicht nervös – oder gar frustriert – sei. Nun mag man frustriert sein, dass der Netzausbau nicht in der zunächst erhofften Schnelligkeit voranschreitet, aber das war sicher nicht Kern der Frage. Tatsächlich gibt es für unser Unternehmen mit Blick auf die Energiewende keine Veranlassung nervös zu sein. Der Energiebedarf in Deutschland ist trotz sinkender Bevölkerungszahlen und steigender Effizienz groß. Menschen fahren jeden Tag von A nach B, heizen und beleuchten ihre Wohnungen, kochen, unsere starke Exportindustrie braucht bezahlbare Energie, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Dieser Bedarf muss gedeckt werden, Industrie muss bereit stehen, die Energie zu produzieren und zu transportieren. Kein Energieträger kann diesen Bedarf allein decken, es bedarf eines bunten Energiemixes. Gerade auch Erdgas wird eine zunehmende Rolle zukommen. Wir gehen davon aus, dass Erdgas bereits im Jahr 2030 insbesondere wegen seiner Flexibilität und mit Blick auf den CO2 Ausstoß in Deutschland Energieträger Nr. 1 sein wird.

Die Frage ist eher, wie dieser immense Erdgasbedarf gedeckt werden kann. Es mag nicht chic sein, sich in der Erdgasgewinnung zu engagieren, erforderlich ist es allemal. Wind und Sonne sind auf dem Vormarsch. Macht uns das nervös? Nein, ganz sicher nicht. Die verschiedenen Energieträger müssen in Zukunft noch viel mehr als bisher zusammenspielen, Infrastruktur muss gemeinsam genutzt werden und Netzschwankungen ausgeglichen werden.

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