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Sprachausgabe

20. Dez. 2013

Wertschöpfungfaktor Akzeptanz

Klaus Torp

Klaus Torp Pressesprecher Hannover

Muss man sich rechtfertigen, wenn man schon seit Jahrzehnten erfolgreich tätig ist, Technologien weiterentwickelt und sich auf dieser Basis mit guten Argumenten für eine Weiterführung seiner Aktivitäten einsetzt? Die Antwort lautet: Nein, nicht rechtfertigen. Aber: Man muss sich und sein Vorhaben erklären.

Akzeptanz führt zur gesellschaftlichen Absicherung des unternehmerischen Handels. Kommunikations-Experten bezeichnen Akzeptanz als „gegenseitiger Vorteil mit gutem Gewissen“, die mit den Interessengruppen ausgehandelt und sichtbar gemacht werden muss. Aus Unternehmenssicht ist dies inzwischen ein Wertschöpfungsfaktor. Man spricht heute auch von „Misstrauensgesellschaft“. Klingt negativ, aber der Anspruch, Handeln zu hinterfragen und zu verstehen, zeigt das ausgeprägte Demokratieverständnis in unserem Land.

Gerade bei umstrittenen Sachverhalten sind Erkenntnisse der Forschung und Wissenschaft von Bedeutung. ExxonMobil hat 2011 einen Informations- und Dialogprozesses initiiert, in den alle Interessengruppen und führende Wissenschaftler eingebunden waren. Darauf basierend sind seit 2012 mehrere wissenschaftliche Studien zur Sicherheit und Umweltverträglichkeit von Fracking veröffentlicht worden. Keine der Studien identifiziert irgendeinen sachlichen Grund, Fracking generell zu verbieten. Ein weiterer und wie ich denke nicht unbedeutender Schritt zu mehr Akzeptanz.

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