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Sprachausgabe

19. Juli 2013

J’aime gaz de schiste

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Okay, es steht nicht zu erwarten, dass ein hochrangiger französischer Politiker sich in Kürze zu einer solchen Aussage hinreißen lässt. Während in den deutschen Medien das jüngst bekräftigte präsidiale „non“ zur Schiefergasförderung in Frankreich viel Beachtung fand, vollziehen sich – hierzulande wenig beachtet – bei einem anderen Nachbarn bemerkenswerte Entwicklungen in die entgegengesetzte Richtung:

Noch vor wenigen Monaten galt Großbritannien den Fracking-Kritikern als Vorbild, hatte die Regierung doch schließlich ein Moratorium verhängt. Was sich aber auf der Insel innerhalb weniger Monate vollzogen hat, lässt aufhorchen: Nach Moratorium und Studie strebt das Land nun die Führungsrolle in der europäischen Schiefergaserkundung und –förderung an, mit einem klaren Fokus, die Interessen aller Beteiligten unter einen Hut zu bekommen. Es sollen sowohl ein verlässlicher Rechtsrahmen als auch Investitionsanreize geschaffen werden, und die Regierung sieht sich selbst mit in der Verantwortung für Aufklärung zu sorgen.

Gerade fand in London eine Konferenz „UK Shale 2013“ statt. Das Motto: „Making it happen“! Die Politik bekennt sich klar zu den Vorzügen der heimischen Erdgasförderung: Der Londoner Bürgermeister würde am liebsten direkt in London fracken, und Edward Davey, Secretary of State for Energy and Climate Change fasst zusammen: „I love shale gas“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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