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Sprachausgabe

18. Feb. 2015

Butter bei die Fische

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Für Bergbauingenieure ist Fracking eine Methode zur Erschließung von Rohstoffvorkommen, vor allem von Erdgas, aber auch Geothermie oder Sole für Heilquellen.

Für andere ist Fracking das Synonym für die Frage: Wollen wir in Deutschland künftig noch Erdgas fördern und die Potenziale erschließen, die wir hierzulande haben? Oder verzichten wir darauf und bauen mittelfristig auf 100% Importe – entweder weil der Nutzung heimischer Rohstoffe weder ein ökologischer noch ökonomischer Wert beigemessen wird oder aber weil der Energiewende-Vorreiter Deutschland andere Zeichen setzen will.

Wir können wahlweise über den Erdgasbedarf in den kommenden Jahren referieren, Klimavorteile heimischer Rohstoffe predigen oder über die bereits akute Gefährdung von Arbeitsplätzen in der Serviceindustrie lamentieren soviel wir wollen. Die Argumente sind längst ausgetauscht, reihenweise Studien liegen vor, die Industrie hat verstanden dass sie sich weiterentwickeln muss und tut das auch.

Jetzt wird es Zeit für eine Entscheidung. Wer heimische Erdgasförderung will, kann der Industrie Leitplanken setzen und die Schrauben fester ziehen. Das tragen wir mit. Aber nach „fest“ kommt „ab“. Auch das ist dann eine Entscheidung.

Als gebürtige Hamburgerin sage ich: „Butter bei die Fische“.

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