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Sprachausgabe

16. Dez. 2014

Frack sei Dank – billiger getankt!

Olaf Martins

Olaf Martins

Gestern musste ich tanken – 1,32 Euro pro Liter Super. Nicht schlecht, ich habe auch schon mal über 1,60 Euro bezahlt. Bei den knapp 70 Litern, die ich in der Regel tanke, spare ich jetzt fast 20 Euro pro Tankfüllung. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die deutliche Ausweitung des Ölangebots, insbesondere durch mehr Erdölförderung in den USA – und das durch Fracking. Allein in North Dakota ist die Erdölförderung von 2008 von rund 150 Tausend Barrel auf über 1,1 Millionen Barrel pro Tag angestiegen. Insgesamt hat die Förderung in den USA seit 2008 um 3 Millionen Barrel pro Tag zugelegt.

Aber auch in anderen Ländern wird gefrackt. In der Financial Times vom 29. Oktober konnte man z.B. lesen, dass 25 Prozent der russischen Förderung gefrackt sei. Geht man davon aus, dass das auch für die nach Deutschland exportierten Mengen gilt – immerhin kommt rund 35% der deutschen Rohöleinfuhr aus Russland – basiert schon heute rund jede 11. Tankfüllung auf gefracktem Öl.

Wie auch immer die genauen Zahlen sind: Eines ist klar. Hydraulic Fracturing hat viele Vorteile und ist schon heute ein fester Bestandteil unserer Energieversorgung. Im Übrigen nicht nur bei jeder 11. Tankfüllung, sondern auch wenn es darum geht, unsere Häuser mit Erdgas zu beheizen. Schließlich kommt bereits jeder dritte in Deutschland geförderte Kubikmeter Erdgas aus einer gefrackten Bohrung.

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