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Sprachausgabe

16. Juni 2016

„Schalter an – Licht an! Oder?“

Thorsten Hinz

Thorsten Hinz Upstream Public & Government Affairs Manager

Lichtschalter „klick“ , Licht geht an. Ist doch selbstverständlich, oder?

Nach der letzten Woche bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher. Aber eins nach dem anderen:

Da war zunächst in der Nähe von Kiel zu sehen wie sich eine Bürgerinitiative gegen die Pläne einer deutschen Firma gebildet hat, die dort von Land aus eine Erdöl-Lagerstätte unterhalb der Ostsee erschliessen will. „Wir haben Angst um unser Trinkwasser, und wollen nicht, dass die Natur hier verschandelt wird“, war da zu hören. Wie –leider- eigentlich immer (öfter) bei diesen Projekten.

Dann verkündete Herr Ministerpräsident Albig für Schleswig-Holstein die Verlangsamung des Ausbaus der Windenergie. „Landesregierung dreht beim Ausbau der Windenergie bei“ war da in der Welt zu lesen – und das nicht nur wegen des neuen EEG Gesetzes, sondern auch wegen „des wachsenden Unmuts der Menschen im Norden“

„Kein zusätzliches Öl mehr“ kannte ich ja bereits – jetzt also auch „Windenergie nicht mehr ganz so schnell ausbauen“… Mit dem bereits beschlossenen Atomausstieg bis 2022 und der Anti-Kohle Diskussion verlieren mittelfristig bereits wesentliche Energieträger im Energiemix in Deutschland an Bedeutung.

„Also doch Gas!“, dachte ich. Und da liegt nun seit über einem Jahr ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Fracking auf dem Tisch, ist aber immer noch nicht zur Abstimmung in den Bundestag eingebracht…

Also: Wie geht es denn jetzt weiter? Wind – wird abgebremst. Erdöl – auch keine Option. Erdgas & Fracking – keine Entscheidung.

Da gehen so langsam die Alternativen aus – und irgendwann vielleicht auch das Licht…

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