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Sprachausgabe

15. Nov. 2013

Subventionsfreies Erdgas aus Deutschland

Klaus Torp

Klaus Torp Pressesprecher Hannover

Mitte Oktober diesen Jahres wurde bekanntgegeben, dass die Ökostromumlage gemäß Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) ab 2014 von derzeit 5,28 €ct/kWh auf 6,24 €ct/kWh angehoben wird. Bei einem durchschnittlichen Strompreis für Privathaushalte von rd. 29 €ct/kWh1 macht die Ökostromumlage zur Zeit alleine einen Anteil von mehr als 18 Prozent am Strompreis aus.

Der durchschnittliche Erdgaspreis für Haushaltskunden beträgt dagegen nur rd. 5,0 €ct/kWh2 vor Steuern und Abgaben. Das heißt, dass zur Zeit der Netto-Preis für die Erdgas-Kilowattstunde kleiner ist als die Ökostromumlage, die vom privaten Haushalt auf jede verbrauchte Strom-Kilowattstunde zu zahlen ist. Ok, jetzt mag mancher sagen: Kein Wunder, denn durch die Ökostromumlage wird doch bewusst die erneuerbare Stromerzeugung (z.B. Windkraft, Solar) gefördert bzw. subventioniert. Fakt ist: Die Verbraucher tragen Kosten für das EEG in 2013 von insgesamt 20,4 Mrd.€; davon 7,2 Mrd.€ die privaten Haushalte3.

Die heimische Erdgasförderung deckt rd. 12 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs und kommt dagegen ohne Subventionen aus. Sie leistet stattdessen sogar einen wesentlichen Beitrag für Gemeinde- und Länderhaushalte. So wurden z.B. 2012 rd. 900 Mio. € Förderabgabe an die Bundesländer gezahlt. Daneben sind die Erdgasunternehmen in vielen Gemeinden, in denen Erdgas gefördert wird, die größten Gewerbesteuerzahler. Die Erdgasförderung wird subventioniert? Nein, im Gegenteil. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

1 in 2013 / 3.500 kWh/Jahr / Quelle: BDEW
2 in 2013 / 20.000 kWh/Jahr / Quelle: Verivox
3 Quelle: BDEW

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