Zum Hauptinhalt springen
Suche

Sprachausgabe

12. Nov. 2012

Energiemix mit Aha-Effekt

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Energiethemen sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Kürzlich habe ich über den häufig unterschätzten Energiebedarf geschrieben. Heute wieder ein Blick auf die Frage, wie dieser Bedarf gedeckt wird: Dass der Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch im Jahr 2011 bei etwa 11 Prozent lag, war mir zwar geläufig, spannend ist aber, was genau sich hinter diesen 11 Prozent verbirgt. Wind und Solar? Ja, auch, aber weit mehr als die Hälfte der Erneuerbaren Energien macht die Biomasse aus. Mit großem Abstand folgen die Biokraftstoffe. Der Anteil der Windenergie betrug im vergangenen Jahr ausweislich einer Information des Bundeswirtschaftsministeriums 1,3 Prozent.

Damit lag der Anteil von Erdgas mehr als 16 mal über dem der Windenergie. Selbst heimisch produziertes Erdgas trug 2011 mehr als doppelt so viel zur Deckung des Energiebedarfs bei wie Windenergie. Bei Solarthermie oder Fotovoltaik ist der Unterschied sogar noch deutlich größer. Es ist gut und richtig, über den Ausbau Erneuerbarer Energien zu sprechen. Aber der eingeschlagene Weg ist noch weit. Erdgas bleibt auf lange Sicht unverzichtbar.

Schließen