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Sprachausgabe

10. Feb. 2016

Energiegeladen

Weltweite Energieprognose. Nicht jeder findet das so unendlich spannend wie wir, die wir tagtäglich unseren Beitrag leisten wollen, dass der Bedarf an Energie auch gedeckt wird. Dabei sind wir alle es, die durch ihren Lebensstil den Energiebedarf prägen. Gehören Sie wie ich zu den Menschen, die zunehmend online Waren bestellen, die dann per LKW bis vor die Haustür gebracht werden, während sie heute ein deutlich spritsparenderes Auto fahren als noch vor einigen Jahren? Ist Ihre neue Wohnung besser gedämmt als die letzte, dafür aber größer? All das spiegelt sich in Energieprognosen wider, so auch im neuen Energy Outlook der Exxon Mobil Corporation, die vor Kurzem veröffentlicht wurde. Jahr für Jahr wühlen sich die Kollegen durch Berge von Zahlen, ermitteln Energietrends und energiepolitische Weichenstellungen. Daraus entsteht eine weltweite Energieprognose, die in allererster Linie uns selbst dient. Denn sie ist Basis unserer Investitionsentscheidungen, und so haben wir ein ureigenes Interesse daran, darin so dicht wie möglich an die Realität zu kommen.

Und daher sind darin durchaus Prognosen enthalten, die für einen Öl- und Gaskonzern auf den ersten Blick nicht besonders positiv erscheinen: Öl zum Beispiel entwickelt sich unterdurchschnittlich. Während im Durchschnitt pro Jahr 0.9 Prozent mehr Energie benötigt werden, wächst Öl jährlich nur um 0.7 Prozent. Dank der großen Basis ist das immer noch ein beträchtlicher absoluter Zuwachs, gleichwohl: die größten Zuwachsraten haben die Erneuerbaren, gefolgt von der Kernenergie und schließlich Erdgas. Wind und Sonne legen insbesondere in der Stromerzeugung zu. Ihr Anteil wächst weltweit von 4 Prozent im Jahr 2014 auf mehr als 10 Prozent im Jahr 2040. Eine enorme Steigerung.

Und Erdgas? Erdgas wächst insgesamt mit jährlich 1.6 Prozent weit über Durchschnitt und wird dank seiner ohnehin großen Basis absolut den größten Anstieg verzeichnen: Etwa 40 Prozent des zusätzlichen Energiebedarfs wird durch Erdgas gedeckt werden.

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Warum wir davon ausgehen, dass der Energiebedarf steigen wird? Nicht in allen Regionen ist das der Fall, aber insgesamt führt insbesondere der Bevölkerungszuwachs auf insgesamt 9 Milliarden Menschen im Jahr 2040 zu einer Bedarfssteigerung von 25 Prozent im Vergleich zu 2014. Aber mit einem effizienteren Einsatz von Energie ließe sich dieser Trend aufhalten? Richtig, Energieeffizienz ist der wichtigste unter allen Energieträgern. Denn ohne zusätzliche Energieeffizienzgewinne würde die Welt weit mehr Energie benötigen: statt etwa 25 Prozent Zuwachs bis 2040 mehr als das Doppelte davon.

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Schauen Sie mal genauer rein. Der Energy Outlook ist wirklich energiegeladen 😉

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