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Sprachausgabe

9. Nov. 2016

Fracking macht das Licht an

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Es ist schon wieder passiert: Erdgas hat seinen Anteil an der Stromerzeugung weiter ausgebaut. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte der Anteil des klimaschonendsten fossilen Energieträgers von Januar bis September 2016 um 2,8 Prozentpunkte auf immerhin 11,7 Prozent. Umgerechnet beziehen also ungefähr 9,6 Millionen Bundesbürger ihren Strom ausschließlich aus Gaskraftwerken. Wem das zu abstrakt ist: Das sind weit mehr als alle Niedersachsen zusammen. Niedersachsen? Das passt ganz gut, denn in Niedersachsen wird eine Menge Erdgas gefördert. Wieviel? So ungefähr 8,6 Milliarden Kubikmeter. Wem das nichts sagt: Genau genommen könnte mit dieser Menge Erdgas fast der gesamte Bedarf der Gaskraftwerke gedeckt werden. Heimisches Erdgas könnte also nahezu die gesamte Erdgasverstromung übernehmen. Sie ahnen natürlich schon, was jetzt kommt: Ein Drittel des heimischen Erdgas stammt bekanntlich aus „gefrackten“ Bohrungen. Rechnerisch versorgt die Branche also fast ein Drittel der Bundesbürger mit Strom, der hierzulande dank Fracking erzeugt wurde. Fracking geht das Licht aus? Von wegen: Fracking macht das Licht an. Noch Fragen?

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