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Sprachausgabe

9. Jan. 2017

Minute 3:02

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Es war bei Minute 3:02. Heute, vor 10 Jahren. Als Steve Jobs das neueste Apple Gerät im Rahmen der heute fast legendären Präsentation erstmals beim Namen nannte. Das iPhone. Heute in fast jedem Haushalt mehr als nur einmal vorhanden, war es am 9. Januar 2007 noch vielerlei Skepsis ausgesetzt. Kommentatoren werden heute nicht müde, mit einem Lächeln zwischen den Zeilen all die aus heutiger Sicht fast amüsanten und überzogenen Kritikpunkte aufzulisten. Es gäbe doch sicher zu viele Fingerabdrücke auf dem Gerät, hieß es damals. Die Oberfläche sei bestimmt zerbrechlich, die Technologie werde sich nicht durchsetzen, das Gerät sei nicht massentauglich. Nicht selten wurde der Hersteller mit Häme überschüttet. Statt innovativen Mut zu loben, neugierig zu sein, Chancen zu erkennen, war und ist bis heute vielen offenbar in die journalistische Wiege gelegt, das Haar in der Suppe zu finden. Macht ja nichts, wenn man sich irrt. Und auch wenn sich heute die Artikel zum iPhone Jubiläum nahezu unisono genau darüber lustig machen, werden wir es morgen wieder erleben. Ob IT Technologie oder andere technologische Neuerungen: Ich bin froh um jeden, der sich traut, neue Wege zu gehen, der auf eigenes Risiko investiert und nicht stehen bleibt, der nicht jedem Trend blind hinterherläuft, sondern um die Ecke denkt und anderen ein Stück voraus ist. Nur mal so.

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