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Sprachausgabe

8. Feb. 2016

Engel links, Teufel rechts

Florian Pautzsch

Florian Pautzsch Communication Advisor

Im Schreibtisch… oberste Schublade… sie ist da… ich weiß es… Schokolade! Und plötzlich tauchen sie auf: Engel links, Teufel rechts.

Teufel: „Na los! Du hast es dir verdient.“
Engel: „Nein, lass sie lieber liegen.“
Teufel: „Ein kleines Stückchen wird doch wohl noch erlaubt sein!“

Wer kennt es nicht? Mal fällt es uns leichter sich zu entscheiden, mal schwerer. In diesem Fall war die Entscheidung schnell getroffen. Die Entscheidung über neue schärfere Gesetze für die heimische Erdgasförderung lässt hingegen seit Jahren auf sich warten. Und das obwohl die heimische Industrie bereits heute auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Erdgasförderung und ein Höchstmaß an Sicherheit und Umweltverträglichkeit bei der Produktion bauen kann. Da hilft es auch nicht, immer wieder zu betonen, dass die heimische Förderung einen nicht unerheblichen Teil zur Energieversorgung beiträgt und Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen schafft. Um weiter das Engel-Teufel-Motiv zu bedienen: Die Förderindustrie bleibt in den Augen vieler der Teufel auf der Schulter der Politik, der nicht müde wird durch Lobbyarbeit eine politische Entscheidung zu erzwingen. Soweit nichts Neues. Was spricht aber eigentlich noch gegen eine Entscheidung, wenn sich Engel und Teufel, d.h. Wasser- und Gaswirtschaft, bereits auf eine gemeinsame Position geeinigt haben und auch der Engel das Ausbleiben einer Fracking-Entscheidung kritisiert? Dann wäre es doch endlich Zeit für eine Entscheidung. Obwohl… nein… oder doch?

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