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Sprachausgabe

7. Juni 2017

Im Windschatten

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Kaum ein Thema wird derzeit kontroverser diskutiert als die Erreichung von Klimaschutzzielen und die dafür erforderliche Einsparung von Kohlendioxid. Die CO2-Emissionen müssen runter. Nur wie? Und geht das ohne spürbare Einbußen für die Wirtschaft? In Deutschland wird diese Debatte im Wesentlichen im Kontext des Ausbaus erneuerbarer Energien geführt. Wie viele Arbeitsplätze schafft die Energiewende? Wie können Preissteigerungen eingedämmt werden? Und bringen Wind und Sonne eigentlich die erwünschten CO2 Reduktionen? Quasi im Windschatten spart Deutschland aber an ganz anderer Stelle seit Jahren erhebliche CO2 Mengen mit gleichzeitiger Wertschöpfung – und das Potenzial für die Zukunft ist enorm. Wie? Mit heimischer Erdgasförderung: Jeder Kubikmeter Erdgas, der im eigenen Land gefördert wird, spart CO2, denn es entfallen tausende Kilometer Transporte für importiertes Erdgas. In den letzten Jahrzehnten konnten durch die heimische Erdgasförderung rund 250 Millionen Tonnen CO2 gespart werden. Ist das viel? Allemal: Das entspricht etwa der CO2 Menge des gesamten deutschen LKW-Verkehrs für 3 Jahre! Würde Deutschland sein weiteres Erdgaspotenzial erschließen, könnten noch einmal CO2 Mengen eingespart werden, die bis zu 8 Jahren LKW-Verkehr entsprächen. Gleichzeitig sorgt die heimische Erdgasförderung für Arbeitsplätze, Gewerbesteuern, Förderabgaben, Erhalt von Know-how. Gut für die Wirtschaft, gut fürs Klima. Und wie die Studien der letzten Jahre zeigen: sicher durchführbar. Eine Win-win-win-Situation.

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