Zum Hauptinhalt springen
Suche

Sprachausgabe

5. Okt. 2015

Mehr Erdgas in der Stromerzeugung

Olaf Martins

Olaf Martins

Mit verstärktem Einsatz von Erdgas kann die Energiewende noch gelingen! Diese Erkenntnis setzt sich zunehmend durch. Insbesondere in der Stromerzeugung soll auf Erdgas gesetzt werden – auch weil hier im Vergleich zur Kohle über 50 Prozent an CO2 Emissionen eingespart werden können.

Schade daher, dass in Deutschland bisher nur knapp 10 Prozent des Stroms in Gaskraftwerken produziert wird, noch dominieren Kohlekraftwerke. Da ist die deutsche Industrie schon weiter: Sie erzeugt für ihren Eigenbedarf und zur Abgabe an das öffentliche Netz immerhin rund ein Zehntel des deutschen Stroms, davon bereits die Hälfte mit Erdgas. 2005 hatte der Erdgasanteil noch bei 33 Prozent gelegen, nunmehr ist er auf 49 Prozent angestiegen. Der Kohleanteil hingegen ist im gleichen Zeitraum von 28 Prozent auf heute 10 Prozent zurückgegangen.

Würde andere dem Beispiel der Industrie folgen, wäre das ein Segen für die deutsche Klimabilanz. Wieder einmal scheinen die Unternehmen Vorreiter zu sein. Kein Wunder, dass sie sich dann auch Gedanken machen, woher das Erdgas kommt und eine stabile heimische Erdgasproduktion fordern. Es wird daher Zeit, dass der Gesetzgeber in Deutschland den Weg freimacht für die Fortsetzung der heimischen Erdgasförderung, nicht nur zur Absicherung der industriellen Stromerzeugung, sondern auch zum Wohl der deutschen Haushalte, die ganz überwiegend mit Erdgas heizen.

Schließen