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Sprachausgabe

5. Aug. 2015

Hand in Hand

Ritva Westendorf-Lahouse

Ritva Westendorf-Lahouse Media & Communication Manager

Vor wenigen Tagen hat der US amerikanische Präsident einen Klimaschutzplan für sein Land präsentiert. Die Reaktionen sind unterschiedlich, im Schnitt dürfte es ein verhaltenes Lob sein. Einig ist man sich immerhin, dass es richtig ist, Anstrengung gegen CO2 Emissionen zu unternehmen. Und es wird anerkannt, dass die USA hier gar nicht mal auf einem schlechten Weg sind. CO2 runter? Nichts leichter als das: Kohle in der Stromerzeugung durch Erdgas ersetzen. Aber das hemmt doch die Investitionen in Erneuerbare? Nein, auch hier treten die USA den Gegenbeweis an: Während die Schiefergasrevolution anlief, steigerte sich die Windenergie um das Neun- und Solarenergie um das 15-Fache. Der Effekt kann sich sehen lassen. Die USA als Klima-Musterschüler? Vielleicht nicht, aber sie führen uns vor Augen, dass weder Verkrampfung noch Visionen CO2 Emissionen sinken lassen. 100 Prozent Erneuerbare sind auf lange Sicht nicht realistisch. Es braucht für Jahrzehnte Zwischenlösungen. Die USA machen es vor: Fracking trägt seit Jahren aktiv dazu bei, CO2 Emissionen zu senken. Und ganz nebenbei verdoppelte sich der Anteil von Wind und Sonne im Strommix des Landes. Erdgas und Erneuerbare schließen sich nicht aus, sie gehen Hand in Hand. Ganz ohne Ideologie.

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