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Trinkwasserschutz

Trinkwasserschutz hat oberste Priorität

Wasser ist lebenswichtig. Für ExxonMobil gilt deshalb: Trinkwasserschutz geht vor Energiegewinnung und hat bei der Erdgasförderung oberste Priorität – unabhängig davon, ob das Fracking-Verfahren eingesetzt wird oder nicht.

Die trinkwasserführenden Schichten reichen in den für ExxonMobil relevanten Aufsuchungs- und Fördergebieten Norddeutschlands üblicherweise bis maximal 200 Meter tief. Die erdgasführenden Schichten liegen hingegen bei rund 1.000 bis 5.000 Metern. Zwischen den trinkwasserführenden Schichten und der Erdgaslagerstätte befindet sich also ein viele hundert bis mehrere tausend Meter starkes Deckgebirge. Trinkwasserführende Schichten werden einzig durch die Bohrung berührt.

Maßnahmen zum Trinkwasserschutz bei der Erdgasförderung

Vor dem Niederbringen einer Bohrung wird zunächst ein Bohrplatz hergerichtet. Hierfür gelten in Deutschland strenge Richtlinien: Er muss hermetisch abgedichtet und mit einem umlaufenden Rinnensystem versehen sein, sodass etwaige austretende Flüssigkeiten nicht in den Boden eindringen können. Eine weitere wichtige Maßnahme zum Schutz des Trinkwassers ist die Verrohrung des Bohrlochs. Hierfür wird zunächst durch Rammen oder drehende Bewegungen ein Standrohr aus Stahl bis zu 70 Meter in den Boden eingebracht. Dieses dient der Stabilisierung der umliegenden Gesteinsschichten und dem Schutz oberflächennaher Trinkwasserhorizonte.

Erst nach diesen Sicherungsmaßnahmen wird mit dem Aufbau der Infrastruktur und dem Bohrturm begonnen. Nach erneuter Prüfung aller Spezifikationen und Sicherheitsvorkehrungen kann mit dem eigentlichen Bohrvorgang begonnen werden.

Das Bohrloch wird durch mehrere Lagen einzementierter Stahlrohre abgedichtet. Zu Beginn beträgt der Durchmesser zwischen 50 und 70 Zentimeter. Nach jeder Verrohrung und Zementierung verjüngt sich der Bohrlochdurchmesser teleskopartig. Am Ende beträgt der Durchmesser nur noch 15 Zentimeter oder weniger.

Trinkwasserschutz
Foto — Modell einer Verrohrung und Zementierung des Bohrlochs

Trinkwasserschutz ist gegeben

Maßnahmen an der Oberfläche, eine mehrschichtige Verrohrung und Zementierung des Bohrlochs und ein viele hundert bis mehrere tausend Meter starkes Deckgebirge zwischen den trinkwasserführenden Schichten und der Erdgaslagerstätte: All diese Maßnahmen stellen sicher, dass der Trinkwasserschutz bei einer Erdgasbohrung zu jeder Zeit gegeben ist.

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