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Lagerstättenwasser

Was ist Lagerstättenwasser?

Bei Lagerstättenwasser handelt es sich um Wasser, das sich natürlicherweise in einer Lagerstätte befindet und durch die Förderung von Erdgas zutage kommt.

Der Anteil von Lagerstättenwasser unterscheidet sich je nach Beschaffenheit des Gesteins. Bei der Förderung von Erdgas aus herkömmlichen Erdgaslagerstätten entfallen auf einen Kubikmeter Erdgas knapp 50 Kubikzentimeter Wasser. Im Schiefergestein in Deutschland ist dagegen kein Lagerstättenwasser zu erwarten. Damit fällt kein Transport und keine Entsorgung an.

Zusammensetzung von Lagerstättenwasser

Die Zusammensetzung des Wassers hängt von der jeweiligen Gesteinsschicht ab. In Norddeutschland besteht es in der Regel aus stark salzhaltigen Lösungen sowie geringen Mengen an Kohlenwasserstoffen. Je nach Lagerstätte können auch andere Stoffe wie Quecksilber oder natürliche schwach radioaktive Stoffe, sogenannte NORM-Stoffe, enthalten sein.

Entsorgung

Das an den Förderstellen anfallende Lagerstättenwasser wird per Rohrleitung oder Tanklastwagen zu Versenkbohrungen befördert und dort nach vorheriger Aufbereitung, inklusive Abscheidung der enthaltenen Kohlenwasserstoffe, wieder in den tiefen Untergrund eingebracht. All diese Maßnahmen müssen von der zuständigen Aufsichtsbehörde zunächst genehmigt werden und unterliegen regelmäßigen Kontrollen.

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