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Lärm und Verkehr

Phasen bei der Erdgassuche und -förderung

In einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland kommen Lärmschutz und Verkehrseffizienz eine besondere Bedeutung zu. Energie lässt sich nicht vollständig ohne Belastungen für das Umfeld produzieren. Dies gilt auch für die heimische Erdgassuche und -förderung. Dabei muss aber zwischen verschiedenen Phasen unterschieden werden:

  • Einrichtung und Versiegelung eines Bohrplatzes
  • Aufbau der Bohranlage
  • Bohrphase
  • Abbau der Bohranlage
  • Beginn des Regelbetriebes

Nach der Bohrung wird der Bohrturm abgebaut. Sollte im Anschluss eine Fracking-Maßnahme erforderlich sein, ist für einen Zeitraum von etwa drei bis vier Wochen mit vermehrtem Lastverkehr zu rechnen. Sobald die Bohrung in Produktion geht, ist weder mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen, noch mit nennenswerten akustischen Belastungen zu rechnen.

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Verkehr

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung können wir sehr genaue Zahlen im Hinblick auf den zu erwartenden Verkehr und die zu erwartende Lautstärke nennen.

Für den Aufbau des Bohrplatzes rechnen wir insgesamt mit der An- und Abfahrt von 150 bis 200 Fahrzeugen, für den Auf- und Abbau der Bohranlage mit insgesamt etwa 80 bis 100 Fahrzeugen und für die Versorgung der Bohrungen mit etwa 20 bis 30 Fahrzeugen. Zu den eingesetzten Fahrzeugen zählen Tieflader, Sattelzüge und Spezialfahrzeuge wie z.B. Kehrmaschinen. Hinzu kommen die Mannschaftsbullis und PKW.

Tabelle — Fahrzeugbewegungen
Quelle: Fachbeitrag des Themenkreises Landschaft, siehe www.erdgasundfrac.de

Darüber hinaus muss während des Auf- und Abbaus des Bohrplatzes montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Baufahrzeuge gerechnet werden. Dies gilt unabhängig davon, in welchem Gestein sich die Erdgaslagerstätte befindet.

Sofern im Anschluss an die Bohrphase eine Fracking-Maßnahme geplant ist, ist für drei bis vier Wochen mit weiterem Lastverkehr von etwa 100 LKW-Transporten zu rechnen.

Lärm

In der Bohrphase kann der Bohrer je nach Tiefe der Erdgaslagerstätte sechs Wochen bis drei Monate zu hören sein, mitunter auch 24 Stunden an sieben Tagen. Die gesetzlichen Richtwerte für Mischgebiete liegen bei 60 dBA am Tag und 45 dBA in der Nacht. Die Einhaltung dieser Richtwerte wird von unabhängigen Sachverständigen überprüft. Liegen die Werte über den Grenzwerten, werden entsprechende Schallschutzwände installiert.

Lärmschutz
Foto — Bohranlage mit Schallschutzwand

Sofern im Anschluss an die Bohrphase eine Frac-Maßnahme geplant ist, dauert diese zwischen einer und zwei Stunden. In dieser Zeit sind lediglich die Pumpen zu hören, deren Lautstärke mit der eines benzinbetriebenen Rasenmähers vergleichbar ist.

Kaum Verkehr und Lärm im Förderbetrieb

Nach dem Abbau der Bohranlage und dem Beginn der bis zu mehrere Jahrzehnte dauernden Förderung ist mit keinem nennenswerten Verkehr und Lärm mehr zu rechnen. Fahrzeuge fahren nur noch im Rahmen der Überprüfung und Wartung der Bohrung vor und die Geräuschbelastung in unmittelbarer Nähe ist vergleichbar mit der einer eingeschalteten Geschirrspülmaschine.

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