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Flächenbedarf

Größe von Bohr- und Förderplätzen

Deutschland ist relativ dicht besiedelt. Deshalb ist es wichtig, den Flächenverbrauch für die Energiegewinnung so gering wie möglich zu halten. Das gilt auch für die Erdgasförderung.

Zur Förderung von Erdgas werden Bohr- beziehungsweise Förderplätze eingerichtet. Ein Bohrplatz ist etwa so groß wie ein Fußballplatz: Während der Bau- und Bohrphase werden ca. 1,15 ha Fläche benötigt. Anschließend kann der Bohrplatz auf rund 0,9 ha verkleinert werden. Der dann noch vorhandene Bohrlochabschluss (E-Kreuz) ist etwa zwei Meter hoch. Sofern nicht bereits Begrünung vorhanden ist, wird der Platz eingegrünt und gliedert sich so gut in das Landschaftsbild ein.

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Flächenbedarf bei der Schiefergasförderung

Bei der Förderung von Schiefergas sind mehr Bohrungen nötig als bei der Förderung von Erdgas aus Sandstein. Um den Flächenbedarf dennoch gering zu halten, setzt ExxonMobil auf sogenannte Clusterplätze: Die gleiche Fläche, die bei der herkömmlichen Erdgasförderung für nur eine Bohrung erforderlich war und ist, wird nun genutzt, um bis zu 20 Bohrungen vorzunehmen. Die Bohrungen verzweigen sich im Untergrund horizontal, sodass unterirdisch eine große Fläche erschlossen werden kann, oberirdisch hierfür aber nur eine minimale Fläche gebraucht wird. Für die Erschließung einer Schiefergaslagerstätte von 100 km2 wären etwa 9-12 solcher Clusterplätze sowie eine zentrale Betriebseinheit nötig. Damit entspricht der Flächenbedarf für die Schiefergasförderung dem der Förderung aus herkömmlichen Quellen.

Eingegrünter Clusterplatz
Foto — Flächenbedarf Clusterplatz: ca. 110 x 80 Meter

Zufahrten

Bei der Auswahl von möglichen Clusterplätzen spielen neben vielen anderen Aspekten auch Fragen der Zuwegung eine zentrale Rolle. ExxonMobil strebt wie auch bei der herkömmlichen Erdgasförderung an, ohne Erstellung zusätzlicher Zuwegungen auszukommen, im Einzelfall werden – in Abstimmung mit den betroffenen Kommunen – bestehende Zuwegungen ausgebaut. Auch die erforderlichen Leitungsverbindungen werden nicht zu einer spürbaren Veränderung des Landschaftsbildes führen, da diese erdverlegt werden.

Eingegrünter Förderplatz
Foto — Eingegrünter Förderplatz

Renaturisierung

Nach Abschluss der Erdgasförderung aus einer Bohrung wird diese zurückgebaut, das Bohrloch verfüllt und abgedichtet. Die Förder- und Aufbereitungsanlagen sowie der Betriebsplatz einschließlich der Versiegelung werden komplett zurückgebaut, die genutzte Fläche rekultiviert und damit einer Nachnutzung zur Verfügung gestellt.

Vergleich Flächenbedarf verschiedener Energieträger

Im Vergleich zu anderen Energieträgern ist der Flächenbedarf bei der Erdgasförderung gering. Dies gilt sowohl für Erdgas aus konventionellen wie aus unkonventionellen Lagerstätten.

  • Von einem Clusterplatz von der Größe eines Hektars (= 0,01 km²) können bei 20 Bohrungen mit einer durchschnittlichen Produktionsrate von je 1.500m³ pro Stunde insgesamt 30.000 m³ pro Stunde gefördert werden. Dies entspricht etwa 300.000 kWh in der Stunde
  • Für diese Energiemenge (elektrische und thermische) müssten bei der Biogasgewinnung z.B. ca. 408.000.000 m² (= 408 km²) Mais angebaut werden. Das entspricht der doppelten Fläche der Stadt Hannover.
  • Für dieselbe Menge Energie aus Windkraft wären rund 200 große Windkraftanlagen erforderlich. Der Flächenbedarf hierfür beträgt etwa 25.000.000 m² (= 25 km²).
  • Auch im Vergleich zur Solarenergie ist der Flächenbedarf bei der Erdgasgewinnung gering: Für die o.g. Energiemenge wären mindestens 19.200.000m² (= 19,2 km²) Solarpanelfläche erforderlich.

Tabelle — Flächenverbrauch zur Erzeugung der gleichen Energiemenge im Vergleich

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