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Erdgas in der Wärmeerzeugung

Erdgas ist als Wärmelieferant in Deutschland unverzichtbar. Aus Erdgas werden sowohl Raumwärme und Warmwasser als auch Prozesswärme für den industriellen Einsatz erzeugt. Heute entfallen auf den Verbrauchssektor Wärme etwa 80 Prozent des gesamten Erdgasbedarfs, während Stromerzeugung und Verkehr knapp 20 Prozent ausmachen.

Tabelle — Erdgasverbrauch nach Sektoren

Zukünftig werden sich Raum- und Prozesswärmebedarf unterschiedlich entwickeln. Während der Bedarf an Prozesswärme infolge des kontinuierlichen Wirtschaftswachstums noch weiter ansteigt, geht der Raumwärmebedarf insbesondere bei privaten Haushalten zurück. Gründe für den sinkenden Bedarf sind der verstärkte Einsatz moderner Heizungstechnologien sowie eine bessere Wärmedämmung.

Womit Haushalte in Zukunft heizen werden

Heute entfallen rund zwei Drittel des Heizenergieeinsatzes auf Öl und Gas. Nimmt man noch die Fernwärme hinzu, die aus Erdgas erzeugt wird, erhöht sich ihr gemeinsamer Anteil auf mehr als 70 Prozent.

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In unserer Energieprognose, die einen Ausblick bis 2040 gibt, leisten Öl und Gas auch dann noch den größten Beitrag zur Wärmeerzeugung. Der Anteil der erneuerbaren Energien wird sich in diesem Zeitraum vermutlich verdoppeln und die Erneuerbaren dann mit Erdgas als Heizenergie gleichziehen.

Hybridheizungen – der Trend im Wärmemarkt

Bei dem Begriff "Hybrid" denken die meisten sicher zunächst an Autos. Die Hybridtechnologie setzt sich aber wegen ihrer hohen Effizienz auch auf anderen Gebieten durch, so auch im Wärmemarkt.

Mit aktuell rund 25 Prozent des Endenergiebedarfs ist die Beheizung privater Haushalte ein wichtiger Bereich, in dem Effizienzverbesserungen zum Klimaschutz beitragen können. Heute entfallen noch rund 70 Prozent des Heizenergieeinsatzes auf Gas und Öl. Auch auf lange Sicht werden diese Energiequellen große Bedeutung haben, aber besonders im Neubau vollzieht sich ein Wandel.

Der Trend geht zur Hybridisierung von Heizungssystemen. Dabei wird die Heizung aus verschiedenen Energiequellen gespeist. Ein Beispiel dafür sind Erdgas- oder Heizöl-Brennwertheizungen, die mit Solarthermie-Systemen kombiniert werden. Solche Heizungen sind besonders effizient, da sie die Wärme aus den Abgasen dem Heizkreislauf wieder zuführen und Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung genutzt wird. Die Kombination von Brennwert und Solar ermöglicht im Vergleich zu älteren Heizsystemen CO2-Einsparungen von bis zu 55 Prozent.

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