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Wertschöpfung

Die Förderung von Erdgas kommt ohne Subventionen aus. Stattdessen leistet sie einen wesentlichen Beitrag für die Gemeinde- und Länderhaushalte. Bei der heimischen Förderung verbleiben zudem rund 80 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland. Gegenüber Importgas ein deutlicher Vorteil, denn bei diesem fließt ein großer Teil der Wertschöpfung in die Ursprungsländer.

Öffentliche Haushalte profitieren unter anderem von den Förderabgaben. Diese werden von den jeweiligen Bundesländern festgesetzt und können bis zu 40 Prozent vom Marktwert des geförderten Erdgases betragen. Über den Länderfinanzausgleich kommt ein Teil der Förderabgaben auch anderen Bundesländern zugute.

Erdgas gehört zu den entscheidenden Problemlösern der Energiewende.

Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung in einer Presseinformation vom 21.11.2013

Aktuell werden rund 12 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs aus heimischen Quellen gedeckt. Neben der Versorgungssicherheit gibt es weitere vielfältige Vorteile, die die Erdgasproduktion in Deutschland bietet. Im Jahr 2013 betrugen die Förderabgaben industrieweit rund 750 Millionen Euro. Auf kommunaler Ebene profitiert die Gemeinschaft durch die vor Ort entrichtete Gewerbesteuer. ExxonMobil ist deshalb in vielen der rund 70 Gemeinden, in denen wir Erdgas fördern, der größte Gewerbesteuerzahler.

Arbeitsplätze

Die Erdgasindustrie schafft in Deutschland viele Arbeitsplätze. Allein bei den Mitgliedsfirmen des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) waren im Jahr 2013 fast 10.000 Mitarbeiter beschäftigt. Neben Arbeits- und Ausbildungsplätzen im eigenen Unternehmen schafft die Branche auch Arbeitsplätze bei Dienstleistungsunternehmen. Hinzu kommen gut 10.000 Menschen, die für Zulieferer und Dienstleister der Explorations- und Produktionsindustrie arbeiten.

Leitwartstelle Grossenkneten
Foto — Leitstand Großenkneten

Niedrigere Energiepreise

Verbraucher und Industrie profitieren aber auch von niedrigeren Energiepreisen. Welche preisdämpfenden Auswirkungen die heimische Erdgasförderung haben kann, zeigt die Preisentwicklung in den USA: Dort lagen zeitweise die Erdgaspreise um den Faktor 4 niedriger als in Europa.

Tabelle — Preisentwicklung in den USA, Europa und Asien

Erdgaspotenzial in Deutschland

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat eine Abschätzung des in Deutschland technisch förderbaren Erdgaspotenzials im Schiefergestein veröffentlicht. Dieses liegt bei bis zu 2,3 Billionen m3. Mit der Förderung dieses Potentials stünde der deutschen Volkswirtschaft ein hoher dreistelliger Milliardenbetrag – etwa in der Größenordnung eines jährlichen Bundeshaushaltes – als zusätzliche einheimische Wertschöpfung zur Verfügung.

Tabelle — Erdgaspotenziale in Deutschland
Quelle: BGR, AG Energiebilanzen, WEG

Immer wieder wird diskutiert, ob sich eine mögliche Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten überhaupt lohnen würde. Tatsächlich führen die zu Recht hohen Umwelt- und Sicherheitsstandards zur Erschließung dieser Vorkommen zu zusätzlichen Kosten. Für die Wirtschaftlichkeit sprechen trotzdem viele Gründe:

  • eine bestehende, gut ausgebaute Infrastruktur
  • hochentwickelte, effiziente Technologien
  • jahrzehntelange Erfahrung
  • gut ausgebildete Fachkräfte
  • Nähe zum Markt

In Deutschland kommt das Fracking-Verfahren seit mehr als 50 Jahren zum Einsatz und steht bereits heute für rund ein Drittel der heimischen Erdgasförderung. Fracking hat also bereits einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung in Deutschland geleistet und kann dies auch zukünftig tun.

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